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Brief des Pfarrers zur Coronakrise (Stand 05.05.2020)

Brief des Pfarrers zur Coronakrise (Stand 05.05.2020)
Brief des Pfarrers zur Coronakrise (Stand 05.05.2020)
© Pixabay

Wort an die Gemeinden von Flörsheim

 

Liebe Schwestern und Brüder in den Pfarreien Flörsheim und Hochheim,

 

für viele Menschen ist die Freude groß, wieder öffentlich und miteinander Gottesdienste feiern zu können. Das Bundesland Hessen und unser Bistum Limburg haben dazu jetzt die entsprechenden Rahmenregelungen vereinbart, über die ich Sie in Kenntnis setzen möchte. Eines ist leider klar: eine „Normalität“, wie wir sie vor der Corona-Krise kannten, ist noch nicht erreicht. Es gibt eine Reihe von Regelungen, die zu beachten sind. Dennoch können wir vor diesem Hintergrund unser Gottesdienstleben in den Kirchen wieder aufnehmen. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung.

Wir starten am Samstag, dem 9. Mai und am Sonntag, dem 10. Mai mit den öffentlichen Gottesdiensten.

 

  • Wir haben die Zahl der Gottesdienste ausgeweitet. Es gibt einige Messen mehr und auch zusätzlich das Angebot von Wortgottesdiensten, teilweise mit und ohne Kommunionspendung. Beides ist jeweils klar ausgewiesen. Zunächst haben wir für zwei Wochen diese Ordnung aufgestellt. Wir werden sie Schritt für Schritt weiter entwickeln – je nach Bedarf und nach der Lage der geltenden Verordnungen.
  • Ganz wichtig: man muss sich für die Gottesdienste im Pfarrbüro ANMELDEN. Das ist ein gewisser Aufwand, aber es geht nicht anders. Die Namen werden notiert, damit notfalls Infektionsketten nachverfolgt werden können. Nach drei Wochen werden die Listen wieder vernichtet. Wenn jemand ohne Anmeldung zum Gottesdienst kommt, kann er – wenn Platz ist – am Gottesdienst teilnehmen. Es kann aber auch sein, dass die Kirche schon voll ist. Wir bitten dann um Verständnis, dass man nicht mehr hinein kann. Die Regeln dienen der Sicherheit und Gesundheit aller. Daher müssen wir hier konsequent sein. Die Zahl der Plätze ist stark reduziert. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir immer nur Anmeldungen für einen Sonntagsgottesdienst annehmen und nicht für mehrere Wochen nacheinander.
    • Bitte melden Sie sich für Hochheim St. Bonifatius und St. Peter und Paul im Pfarrbüro St. Peter und Paul an. Zu den üblichen Öffnungszeiten werden Ihre Anmeldungen entgegen genommen. Anmeldungen auf dem Anrufbeantworter sind nicht möglich.
    • Bitte melden Sie sich für Flörsheim St. Gallus und St. Josef im Pfarrbüro St. Gallus an. Zu den üblichen Öffnungszeiten werden Ihre Anmeldungen entgegen genommen. Anmeldungen auf dem Anrufbeantworter sind nicht möglich.
    • Für St. Katharina Wicker und Maria Himmelfahrt Weilbach melden Sie sich bitte jeweils in den einzelnen Kirchorten im Pfarrbüro an. Anmeldungen auf dem Anrufbeantworter sind nicht möglich.
  • Für das Betreten und Verlassen der Kirche ist ein MundNasen-Schutz vorgesehen. Während der Gottesdienste kann er getragen werden, dazu gibt es aber keine Verpflichtung.
  • Ordner werden in den Kirchen dafür sorgen, dass die Hygienevorschriften eingehalten werden. Die Kommunion wird entsprechend gespendet. Eine Handdesinfektion wird von Helfern an den Kirchentüren vorgenommen. Bitte bringen Sie ihr eigenes „Gotteslob“ (Gesangbuch) mit.
  • Mit den Werktagsgottesdiensten wollen wir ab dem 12. Mai wieder zur bekannten Ordnung zurückkehren. An diesen Gottesdiensten nehmen ohnehin nicht so viele Gläubige teil. Aber auch hierzu müssen wir an der Kirchentür Listen ausfüllen, damit die Infektionsketten gegebenenfalls nachverfolgt werden können.  Auch hier gelten die üblichen Hygienevorschriften.
  • Das Geläute morgens um 9 Uhr (zu den nichtöffentlichen Messen) und die Gottesdienste selbst entfallen in der Zukunft. Auch die Impulse werden mit Wiederaufnahme der öffentlichen Gottesdienste eingestellt. Herzlich laden wir stattdessen zur Mitfeier der Gottesdienste in den Kirchen ein.
  • Herzlich bitte ich alle Gemeindemitglieder auch weiterhin darum, aufmerksam zu sein: wo kann ich Nachbarn oder Menschen in meiner Umgebung helfen? Beim Einkauf, bei Besorgungen, bei ganz alltäglichen Dingen. Die Krise fordert uns heraus, einander beizustehen. Wir können unseren christlichen Glauben ganz konkret werden lassen. In beiden Städten gibt es viele gute Initiativen, auf die wir zum Teil auf unseren Homepages hinweisen. Bitte schauen Sie dafür auch auf die Homepages der kommunalen Gemeinden.
  • Wir alle als Gemeinde lernen in dieser Zeit unser Pfarreileben ganz neu und anders zu organisieren. Das heißt, es kann auch Fehler oder Probleme geben. Wir bitten darum, dass wir dies alles mit Verständnis, Geduld und Einsicht meistern. Nur so kommen wir weiter.

Unsere Pfarrbüros sind besetzt. Sie bleiben aber weiterhin für Publikumsverkehr geschlossen, in dringenden Fällen ist eine telefonische Voranfrage für einen Besuch nötig. Wir bitten darum, alle Anliegen per Telefon oder Email an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu richten (auch die Anmeldungen zum Gottesdienst). Wir möchten einen Beitrag leisten, um die Infektionsketten auch hier zu unterbrechen. Gern wird Ihnen dort weitergeholfen. Auch bei einer Weitervermittlung an das Büro „Älter werden“ in Hochheim und die „Seniorenberatungsstelle“ Flörsheim kann Ihnen dort geholfen werden.

Viele für uns sonst selbstverständliche Aktivitäten sind in diesen Wochen abgesagt oder verschoben. Das ist nicht zu ändern, wenn wir dabei mithelfen wollen, die Krankheit zu bekämpfen und die Gesundheit unserer Mitmenschen zu schützen.

Einige Hinweise zu speziellen Fragen des Gemeindelebens:

  • Taufen werden derzeit nur im ganz kleinen Familienkreis gefeiert mit vielen Einschränkungen. Wenn möglich, bitten wir die Taufen noch einige Wochen hinaus zu schieben.
  • Die Erstkommunionfeiern, die in unseren Gemeinden geplant waren, sind auf eine derzeit noch nicht festgelegte Zeit verschoben.
  • Viele Trauungen werden in diesen Tagen verschoben – um einige Monate oder auf das kommende Jahr. Trauungen sind zwar generell wieder möglich, aber mit vielen Einschränkungen (wie sie auch für die übrigen Gottesdienste gelten). Zudem: wie sich die Möglichkeiten der Gastronomie dazu verändern ist derzeit noch nicht absehbar. Wir sind hier alle auf die Entscheidungen der Politik verwiesen.
  • Beerdigungen werden weiterhin gehalten. Sie müssen in kleinem Familien und Angehörigenkreis stattfinden und werden in der Regel am Grab oder im Außenbereich der Trauerhalle auf den Friedhöfen gefeiert. Natürlich sind alle Sterbefälle bei uns vermerkt. Sobald es die Umstände wieder zulassen, können Gedenkfeiern und Requien nachgefeiert werden. Auch hier müssen wir die weitere Entwicklung abwarten.
  • Die Firmung hat dieses Jahr in unseren Gemeinden ihren Termin im September. Die Vorbereitung ist derzeit ausgesetzt. Wir halten bis auf weiteres an den geplanten Firmterminen fest – müssen aber abwarten, inwieweit nach einer Normalisierung der Situation eine gute und angemessene Vorbereitung (noch) möglich ist.
  • Geburtstagsbesuche und Besuche zu anderen Familienfeiern sollen in diesen Tagen möglichst unterbleiben. Wir gratulieren weiterhin mit einer Glückwunschkarte und auch der telefonische Weg steht natürlich weiterhin offen.
  • Die Beichtzeiten in St. Peter und Paul samstags um 9 Uhr und in St. Gallus samstags um 17 Uhr bleiben bestehen. Es werden aber die entsprechenden Abstände und Vorsorgemaßnahmen eingehalten, um eine Ansteckungsgefahr auszuschließen.
  • Sollten Krankensalbung und Wegzehrung für Menschen in Todesnot erforderlich sein, so können diese auch weiterhin erfolgen. Für Kranke, die mit dem CoronaVirus infiziert sind oder wo ein solcher Verdacht besteht, versucht das Bistum derzeit einen Notdienst von Krankenhauspfarrern aufzubauen, die über entsprechende Schutzkleidung verfügen. Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf, wir werden Ihnen dann gerne weiterhelfen.

Es gibt also wieder die Möglichkeit zum gemeinsamen Gottesdienst. Wir brauchen aber weiterhin Geduld und Achtsamkeit, damit die Epidemie weiter zurückgedrängt werden kann. Ich bitte Sie alle, dabei mitzuwirken. Nach wie vor gilt: Gott trägt uns. Er ist mit uns und er wird uns auch gerade in diesen schwierigen Zeiten zur Seite stehen. Das gemeinsame Gebet und die geistliche Verbundenheit sind Quellen, die uns stärken wollen, diese Krise zu meistern.

Ich wünsche Ihnen allen viel Kraft und Gottvertrauen. Bitte beachten Sie die jeweils aktuellen Informationen auf unserer Homepage (www.kath-kirche-floersheim.de und www.kath-hochheim.de). Sie werden ständig aktualisiert. Erbitten wir gemeinsam und füreinander immer wieder den Segen Gottes und bleiben wir im Gebet verbunden.

Ich grüße Sie herzlich im Namen unseres Pastoralteams

 

Ihr Pfarrer Friedhelm Meudt

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