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Brief des Pfarrers zur Coronakrise

Brief des Pfarrers zur Coronakrise
Brief des Pfarrers zur Coronakrise
© Pixabay

Wort an die Gemeinden von Flörsheim

 

Liebe Schwestern und Brüder in den Pfarreien Flörsheim und Hochheim,

wir gehen gemeinsam durch schwierige Zeiten. Das Corona-Virus hat unser öffentliches Leben völlig verändert. Auch wir als Christinnen und Christen in den Pfarrgemeinden stehen mitten in dieser Krise. Beinahe stündlich verändert sich die Situation und niemand kann genau vorhersagen, wie es weiter gehen wird. Wir stellen uns dieser Herausforderung in Gottvertrauen, gegenseitiger Hilfsbereitschaft und mit achtsamem, vorausschauendem und verantwortungsbewusstem Handeln.

In den letzten Tagen haben die Seelsorgerinnen und Seelsorger in unseren Gemeinden darüber beraten, wie wir helfen können und was zu tun ist. Ich möchte Sie gern mit unseren Überlegungen vertraut machen und Sie zu verschiedenen Dingen einladen.

  • Alle öffentlichen Gottesdienste sind (zunächst) bis zum 19. April abgesagt. Dies ist für uns alle schmerzlich, zumal die Osterfeiertage mit betroffen sind. Die Kirchen bleiben aber als Orte des persönlichen Gebetes geöffnet. Die Gläubigen sind von der Sonntagspflicht bis auf weiteres entbunden.
  • Sonntags wollen wir um 10.30 Uhr die Messe aus St. Bonifatius für alle unsere Gemeindemitglieder streamen (Klicken Sie bitte HIER, um auf die entsprechende Seite weiterverbunden zu werden). Wir sind derzeit noch dabei, die technischen Möglichkeiten aufzubauen, die wir in diesen Krisenzeiten brauchen. Um 10.30 wird es sonntags von allen Kirchen aus läuten. Als hörbares Signal dafür, dass der Sonntagsgottesdienst gefeiert wird.
  • Jeden Werktag – Montag bis Samstag – werden wir um 9 Uhr unsere Kirchenglocken wie zu einem normalen Werktagsgottes-dienst läuten. In einer unserer Kirchen wird dann die Heilige Messe gefeiert. Auch die anderen Priester werden an verschiedenen Orten zu unterschiedlichen Zeiten die Heilige Messe feiern. Wir müssen das derzeit ohne Gemeindebeteiligung tun. Aber wir beten für unsere Gemeinden, für alle Kranken, für die Menschen in der Medizin und Krankenpflege und für alle, die derzeit besonders herausgefordert sind. Seien Sie sicher: es wird weiterhin Gottesdienst gefeiert und gebetet. Jeder für sich – aber auch in geistlicher Verbundenheit gemeinsam.
  • Jeden Abend um 19 Uhr wird es eine Gebetszeit geben. Auch hierzu sind Sie alle zur Mitfeier in Ihren Wohnungen eingeladen. So bilden wir auch hier eine Gebetsgemeinschaft über alle räumlichen Grenzen hinweg. Auf unserer Homepage finden Sie Impulse zum Mitbeten – aber jeder kann natürlich auch auf seine je eigene Weise beten und in Gedanken dabei sein. Wir nehmen alle wichtigen Anliegen dieser Tage in unser Gebet hinein und tragen sie so gemeinsam vor Gott.
  • Herzlich bitte ich alle Gemeindemitglieder darum, aufmerksam zu sein: wo kann ich Nachbarn oder Menschen in meiner Umgebung helfen? Beim Einkauf, bei Besorgungen, bei ganz alltäglichen Dingen. Die Krise fordert uns heraus, einander beizustehen. Wir können unseren christlichen Glauben ganz konkret werden lassen.

Unsere Pfarrbüros sind weiterhin besetzt. Siebleiben aber für Publikumsverkehr geschlossen, in dringenden Fällen ist eine telefonische Voranfrage für einen Besuch nötig. Wir bitten darum, alle Anliegen per Telefon oder Email an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu richten. Wir möchten einen Beitrag leisten, um die Infektionsketten auch hier zu unterbrechen. Gern wird Ihnen dort weitergeholfen. Auch bei einer Weitervermittlung an das Büro „Älter werden“ in Hochheim und die „Senioren-beratungsstelle“ Flörsheim kann Ihnen dort geholfen werden.

Viele für uns sonst selbstverständliche Aktivitäten sind in diesen Wochen abgesagt oder verschoben. Das ist nicht zu ändern, wenn wir dabei mithelfen wollen, die Krankheit zu bekämpfen und die Gesundheit unserer Mitmenschen zu schützen.

Einige Hinweise zu speziellen Fragen des Gemeindelebens:

  • Taufen werden derzeit nicht gefeiert, es sei denn, es handelt sich um „Nottaufen“, die dann im kleinen Familienkreis gespendet werden.
  • Die Erstkommunionfeiern, die in unseren Gemeinden geplant waren, können so nicht stattfinden. Sie sind auf eine derzeit noch nicht festgelegte Zeit verschoben.
  • Zu den in einigen Wochen anstehenden Trauungen können wir derzeit noch keine Aussage machen. Hier müssen wir – wie derzeit leider in so vielen Fällen – abwarten, wie sich die Verhältnisse weiterentwickeln. Die Trauungen sind vorbereitet und können jederzeit gefeiert werden, wenn denn öffentliche Gottesdienste wieder zugelassen sind. Und sicher spielt ja auch die Frage der Gastronomie und der damit verbundenen Einschränkungen eine nicht unerhebliche Rolle.
  • Beerdigungen werden weiterhin gehalten. Sie sollen in kleinem Familien- und Angehörigenkreis stattfinden und werden in der Regel am Grab oder im Außenbereich der Trauerhalle auf den Friedhöfen gefeiert. Natürlich sind alle Sterbefälle bei uns vermerkt. Sobald es die Umstände wieder zulassen, können Gedenkfeiern und Requien nachgefeiert werden. Auch hier müssen wir die weitere Entwicklung abwarten.
  • Die Firmung hat dieses Jahr in unseren Gemeinden ihren Termin im September. Die Vorbereitung ist derzeit ausgesetzt. Wir halten bis auf weiteres an dem geplanten Firmtermin fest – müssen aber abwarten, inwieweit nach einer Normalisierung der Situation eine gute und angemessene Vorbereitung (noch) möglich ist.
  • Geburtstagsbesuche und Besuche zu anderen Familienfeiern sollen in diesen Tagen möglichst unterbleiben. Wir gratulieren weiterhin mit einer Glückwunschkarte und auch der telefonische Weg steht natürlich weiterhin offen.
  • Die Beichtzeiten in St. Peter und Paul samstags um 9 Uhr und in St. Gallus samstags um 17 Uhr bleiben bestehen. Es werden aber die entsprechenden Abstände und Vorsorgemaßnahmen eingehalten, um eine Ansteckungsgefahr auszuschließen.
  • Sollten Krankensalbung und Wegzehrung für Menschen in Todesnot erforderlich sein, so können diese auch weiterhin erfolgen. Für Kranke, die mit dem Corona-Virus infiziert sind oder wo ein solcher Verdacht besteht, versucht das Bistum derzeit einen Notdienst von Krankenhauspfarrern aufzubauen, die über entsprechende Schutzkleidung verfügen. Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf, wir werden Ihnen dann gerne weiterhelfen.

Wir alle spüren: vieles ist offen, wir können keine festen Zeiten angeben, wann sich die Situation wieder normalisiert. Und wir müssen auch damit rechnen, dass auf uns alle noch weitere Herausforderungen zukommen werden. Es ist nicht leicht, das auszuhalten. Und doch dürfen wir gewiss sein: Gott trägt uns. Er ist mit uns und er wird uns auch gerade in diesen schwierigen Zeiten zur Seite stehen. Das gemeinsame Gebet und die geistliche Verbundenheit sind Quellen, die uns stärken wollen, diese Krise zu meistern.

Ich wünsche Ihnen allen viel Kraft und Gottvertrauen.

Bitte beachten Sie die jeweils aktuellen Informationen auf unserer Homepage (www.kath-kirche-floersheim.de und www.kath-hochheim.de). Sie werden ständig aktualisiert. Erbitten wir gemeinsam und füreinander immer wieder den Segen Gottes und bleiben wir im Gebet verbunden.

Ich grüße Sie herzlich im Namen unseres Pastoralteams

Ihr Pfarrer Friedhelm Meudt

 

 

In dringenden Fällen sind wir in dieser Zeit auch auf unseren privaten Nummern für Sie erreichbar: 

Pfarrer Friedhelm Meudt: 06146 - 82 09 47

Kaplan Robert Ginter: 06145 - 5909942

Kaplan Nikolaus von Magnis: 0176 - 52 15 54 10

Diakon Leon Pista: 0176 - 47 18 30 65

Gemeindereferentin Kornelia Schattner: 06145 - 33 92 7

Gemeindereferent Michael Frost: 06145 - 59 37 71 oder 59 04 57